Was ist Impotenz?

Treten bei einem Mann Erektionsprobleme, muss es sich dabei nicht gleich um Impotenz handeln. Davon spricht man erst, wenn der Mann über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr nicht in der Lage ist eine Erektion zu bekommen um Geschlechtsverkehr haben zu können. Den meisten Männern passiert das im Laufe ihres Lebens einmal und es ist kein Grund gleich den Kopf in den Sand zu stecken.

Die Gründe für Erektionsstörungen können Sehr vielfältig sein - ob Stress, Müdigkeit, Alkohol- oder Drogenkonsum oder auch Erkrankungen die Diabetes oder Durchblutungsstörungen sind dafür verantwortlich.

Sollte es mal mit der Erektion nicht wie gewünscht klappen, ist das kein Grund zur Panik, denn gelegentliche Potenzprobleme sind ganz normal.

Impotenz beim Mann

Die Erektion des Mannes

Je älter ein Mann wird, desto mehr verändert sich auch der Winkel der Erektion. In jungen Jahren ist die Erektion im Normalfall sehr steil und hart. Der Penis richtet sich etwa 20 Grad über der Horizontalen auf. Wenn er 40 Jahre alt ist, erreicht die Erektion oft nur noch die Horizontale. Ab einem Alter von 60 - 70 Jahren sind der Erektionswinkel deutlich darunter. Obwohl das völlig normal ist, beunruhigt es Männer und sie sprechen ungern darüber.

Was ist Impotenz?

Wenn Sie gelegentlich Aussetzer bei der Erektion haben, ist das völlig normal. Es bedeutet nicht, dass Sie chronisch an Impotenz erkrankt sind. Aus medizinischer Sicht spricht man erst von Impotenz, wenn es dem Mann über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr in der Mehrzahl der Versuche nicht mehr gelingt eine für Sex ausreichende Erektion zu bekommen oder aufrecht zu erhalten. Demzufolge spricht man erst von Impotenz, wenn diese Probleme auch über einen längeren Zeitraum auftreten. Kurzfristige Erektionsstörungen werden daher nicht als Impotenz bezeichnet.

Als Ursachen für Impotenz kommen in Betracht:

  • Physische Ursachen
  • Psychische Ursachen
  • Medizinische Ursachen

Ursachen von Impotenz

Physische Ursachen von Erektionsstörungen

In etwa 70 - 80 Prozent von Erektionsproblemen sind diese auf rein körperliche Ursachen zurück zu führen, wobei die Tendenz fallend ist. Dafür verantworlich können Diabetes, Arteriosklerose, Übergewicht oder Testosteronmangel sein. Aber auch Probleme mit der Bandscheibe, Operationen im Beckenberiech oder am Rückenmark wirken sich auf die Erektionsfähigkeit aus. Weiterhin zählen zu den körperlichen Ursachen Verletzungen und Erkrankungen die das zentrale Nervensystem beeinflussen wie ein Schlaganfall oder Multiple Sklerose, Alzheimer und Morbus Parkinson. Des Weiteren kann die Potenz durch Operationen an der Prostata, Aorta oder der Harnblase gestört werden. Ebenso wirken sich schwere Krebs-, Nieren- oder Lebererkrankungen auf die Potenz aus.

Psychische Ursachen von Erektionsstörungen

Bei ungefähr 20 - 30 Prozent aller Fälle spielt die Psyche die entscheidende Rolle. Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen oder Beziehungskonflikte können sich auch negativ auf die Sexualität auswirken. Zu den weiteren Risikofaktoren gehören Stress, Müdigkeit und Überarbeitung. Größtenteils sind jüngere Männer von rein psychisch bedingter Impotenz betroffen, wobei oft der übermssäige Porno-Konsum eine Rolle spielt. Auch Stress mit der Arbeit oder der Beziehung spielen mit hinein. Die ursächlichen psychischen Faktoren können körperliche Defekte wesentlich verstärken, sodass sich die Schwere der erektilen Dysfunktion noch einmal zunimmt. In diesen Fällen bedingen sich psychische und körperliche Faktoren gegenseitig und verstärken sich.

Angst Impotenz zu haben

Medizinische Ursachen von Erektionsstörungen

Ein Arzt wird zunächst versuchen die allgemeine Ursache abzuklären, bevor es ins Detail geht. Kann er psychische Hintergründe ausschließen, wird er zunächst schauen ob mögliche medizinische Probleme vorliegen. In einem ersten Schritt werden daher körperliche Ursachen genauer überprüft. Bei den meisten Männern liegt eine Kombination aus psychologischen und medizinischen Gründen zu Grunde. Als Ursache werden häufig zudem Nebenwirkungen einiger Medikamente verantwortlich gemacht. Zu diesen Arzneimitteln zählen u. a. Entwässerungstabletten, Betablocker, Psychopharmaka und Cholesterinsenker. Das Alter muss ebenfalls als ursächlicher Faktor berücksichtigt werden, denn ab dem etwa 50. Lebensjahr hemmt dies beim Mann oft die Bildung einer zufriedenstellenden Erektion.

Sollte der Arzt bei der Ursachenforschung hier fündig werden, müssen Sie sich nicht gleich Sorgen machen, denn es gibt gute Behandlungsmethoden. Allerdings geraten viele Männer in eine Abwärtsspirale aus Versagensängste die wiederum die Erektionsprobleme verstärken. Treten die Erektionsstörungen einmal auf, wird der Mann beim nächsten Geschlechtsverkehr in sich "hinein horchen", unentspannt sein - und die Probleme treten wieder auf. In diesem Fall spielt der Kopf eine große Rolle und nur Gespräche mit der Partnerin, Offenheit, Verständnis und Vertrauen werden in dieser Situation helfen.

Behandlung von Impotenz

Je nach Ursache gibt es verschiedene Behandlungsmethoden die zur Verfügung stehen. In den weitaus meisten Fällen wird erektile Dysfunktion durch sogenannte PDE-5-Hemmer wie Cialis, Viagra oder Levitra behandelt. Mit Hilfe dieser Potenzmittel können Erektionsstörungen recht zuverlässig und effektiv in den Griff bekommen werden. Sollte die Einnahme der PDE-5-Hemmer keinen Erfolg haben, stehen weitere Behandlungsmethoden bereit. Dazu zählt man Injektion inden Schwellkörper (Caverject), die Verwendung einer Harnröhrenapplikators (Muse) oder die Verwendung von mechanischen Hilfsmittel wie eine Penispumpe oder einen Penisring. Realtiv neu sind Cremes die den Wirkstoff Alprostadil enthalten.
Bei rein psychischen Problemen kann auch eine psychatrisch-psychologische Therapie erfolgen.
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